Urwaldkäfer auf der geplanten Tunneltrasse
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Uralte Eichen in Nürnbergs Norden sind die Heimat des seltenen
Eremiten oder Juchtenkäfers. Der Flughafentunnel droht den dortigen
Bäumen das Wasser abzugraben. Daher fordert der BN die Ausweisung
eines europäischen Schutzgebiets.
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Er gilt als einer der seltensten Käfer Europas der
mächtige Eremit (siehe Titelbild). Nur
sehr alte Eichen können seinen Larven als Lebensraum dienen. Die
Jungtiere ernähren sich nämlich von dem bereits morschen,
verpilzten Holz in Eichenstämmen. Bis jedoch eine langlebige Eiche
solche Bedingungen bietet, vergehen oft Jahrhunderte. Der Käfer
gilt deshalb als "Leittier" intakter Eichen-Urwälder. Auch der
Nürnberger Reichswald würde etwa zu 4/5 aus diesem wertvollen
Waldtyp bestehen, hätte der Mensch ihn nicht meistens in naturferne
Kiefernforste umgewandelt. Kommt der Eremiten vor, ist der Wald also so
gesund, dass auch unzählige andere Tiere aus unserer heimischen
Urwaldfauna noch eine Chance haben, wie Hirschkäfer,
Fledermäuse oder seltene Spechte. Daher werden auf Grundlage von
Eremiten-Vorkommen auch europäische Naturschutzgebiete ausgewiesen
(FFH-Gebiete, Flora-Fauna-Habitat).
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Über 1,5 m dick sind die Eichen bei Buchenbühl und in der
Ziegellach. Foto: S. Wendt
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