Fahrrad "to go" mit dem "nextbike" durch Nürnberg und Umgebung
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Seit ca. einem halben Jahr bevölkern die Fahrräder von nextbike die
großen Plätze der Nürnberger Innenstadt. Durch die
auffälligen Werbeflächen sehen die so genannten "Beachcruiser" etwas
kurios aus. Aber mit ihrem markanten Retro-Design inklusive Korb am Lenker
ziehen sie alle Blicke auf sich. Einigen hatten sich vielleicht schon die Frage
gestellt, was es mit diesen Rädern auf sich hat und ob man damit
überhaupt fahren kann. Eine in der Tat berechtigte Frage, wirken die
Fahrräder doch zunächst eher als reine Werbeflächen. Nach eigener
Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass man die "Beachcruiser" von nextbike
durchaus benutzen kann. Diese Erkenntnis ist bisher allerdings noch wenig in das
Bewusstsein der Öffentlichkeit durchgesickert.
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Dabei bieten die Räder sowohl für Nürnberger als auch Touristen
eine neue umweltfreundliche Möglichkeit, sich in Nürnberg und der
näheren Umgebung fortzubewegen. Neugierige Blicke sind dem Benutzer auf
jeden Fall sicher.
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Hinter den Fahrrädern steht die Firma nextbike mit einem
ausgeklügelten Fahrradverleihsystem. Nach einmaliger Registrierung im
Internet und Aufladen des Guthabens können die Räder via Telefon
ausgeliehen werden.
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Damit der erste Schritt zum Ausleihen leichter fällt, ist es vielleicht
interessant zu wissen, wie das Verleihsystem überhaupt funktioniert.
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Voraussetzung ist ein Internetzugang und ein Mobiltelefon. Auf der Internetseite
www.nextbike.de muss
man sich einmalig mit persönlichen Daten registrieren. Als
Zahlungsmöglichkeit wählt man zwischen Kreditkarte und
Überweisung. Die Fahrpreise belaufen sich auf 1 Euro pro Stunde, für
24 Stunden zahlt man 5 Euro. Zum Ausleihen eines nextbikes ruft man die
Kundenhotline an und gibt dort das Nummernkennzeichen des gewünschten
Fahrrads ein. Zurück kommt der Zahlencode, mit dem das Schloss am Fahrrad
geöffnet werden kann. Jetzt kann man einfach das aufgesperrte Rad nehmen
und losfahren. Der Zahlencode ist übrigens der Schlüssel zum Schloss,
somit ist das nextbike auch jederzeit wieder abzusperren. Die Rückgabe kann
in Nürnberg an grundsätzlich allen Ausleihorten erfolgen. Das Rad wird
wieder abgesperrt und die Kundenhotline angerufen. Über den gesamten
Ausleih- und Rückgabevorgang lässt sich sagen, dass er wirklich
einfach, schnell und problemlos funktioniert.
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Alle, die befürchten, die Rückgabe des Fahrrads zu vergessen,
können beruhigt sein: Nach 24 Stunden kommt eine automatische
Erinnerungsnachricht auf das Handy.
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Im Moment gibt es in ganz Nürnberg etwas mehr als 100 nextbikes, das Ziel
ist eine Stückzahl von ganzen 1.000 Rädern. Hat man sich einmal
registriert, kann man sich damit an allen Standorten von nextbike Fahrräder
ausleihen und kann damit in vielen großen deutschen Städten,
von Berlin über Frankfurt und Köln bis Hamburg die Räder nutzen.
Nextbike hat sich sogar in internationale Gefilde vorgewagt: Auch in
Österreich und Neuseeland kann man mittlerweile die Beachcruiser ausleihen.
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Und jetzt kommen wieder die großen Werbeflächen ins Spiel. Denn das
ganze System finanziert sich komplett durch Werbung. Man kann sich
natürlich fragen, was eigentlich im Vordergrund steht: Das Marketing oder
das umweltfreundliche Vehikel. Vor allem aus Sicht des Bundes Naturschutz eine
wichtige Frage. Das Prinzip "Eine Hand wäscht die Andere" scheint hier
zuzutreffen. Ohne die markante Werbung wäre die Ausleihgebühr
wesentlich höher und das Verleihen nicht mehr so attraktiv. "Der
umweltfreundliche Aspekt kommt ja fast schon ganz automatisch durch die Natur
der Sache", wie es Simon Röschke von roeschke & roeschke, Werbeagentur und
nextbike-Vertreter in Nürnberg, nennt. Damit hat er nicht Unrecht. Dennoch
könnte der Umweltaspekt noch deutlich mehr bei der Vermarktung der
Räder in den Vordergrund gestellt werden schließlich leistet
man in der Tat einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.
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Gerade für mich als FÖJlerin und Berufseinsteiger war es eine
interessante Erfahrung, das Fahrradverleihsystem zu nutzen. Da ich zurzeit ohne
Auto und Fahrrad in Nürnberg nicht gerade mobil unterwegs bin, weiß
ich die Alternative zu Bus und Bahn durchaus zu schätzen. Ein Pluspunkt ist
auch eine ganz neue Flexibilität: Man hat zum Beispiel die
Möglichkeit, mit der Bahn in andere Städte zu fahren und dort auf der
Stelle ein Fahrrad zur Verfügung zu haben und das, ohne das eigene
Rad umständlich mitzunehmen.
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Zum Schluss noch ein kleiner Ausblick in die Zukunft: In den nächsten
Ausgaben des Mauerseglers werden weitere alternative umweltfreundliche Methoden
zur Fortbewegung vorgestellt. Unter anderem wird dabei auch das Modell des
"CarSharing" näher unter die Lupe genommen werden.
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Bildunterschrift: Lisa Schäder bei der Recherche vor Ort
Foto: Gisela Adler
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Lisa Schäder (Freiwilliges Ökologisches Jahr)
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