Knoblauchkröten können hoffen "Nature Rangers" erhalten Biotop
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Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert mit 2.000 Euro ein Projekt der
Nürnberger BN-Jugendgruppe. Ausgetrocknete Tümpel im Volkspark
Marienberg werden tiefer gebaggert und sollen wieder Wasser haben. Die
Jugendgruppe
"Nature Rangers" des Bundes Naturschutz Nürnberg gibt es seit
zehn Jahren. Sie begann als Kindergruppe für Sechs- bis Zehnjährige
unter dem Namen "Die Wald- und Wiesenkobolde".
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Heute sind die "Nature Rangers" eine Gruppe für Jugendliche von 13 bis 16
Jahren. Neben der Biotoppflege führen die "Rangers" auch andere
Aktivitäten durch, wie eine Wanderung in ein Biberbiotop, Floßbauen
(und fahren) oder beispielsweise eine Protestaktion gegen die geplante
Nordspange.
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Nun haben die "Nature Rangers" wieder ein großes Projekt in Angriff
genommen. Am bewährten Treffpunkt der Gruppe, im Volkspark Marienberg,
wollen die Aktiven die Feuchtbiotope aufwändig sanieren.
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Das Biotop Marienbergpark ist ein für Nürnberg typisches Sand-Biotop
mit Gräben und einem Weiher. Leider wurde seit der Gestaltung der
Tümpel im Jahr 1991 das Gewässer nicht mehr ausgebaggert. Mittlerweile
sind viele Ufer durch die zahlreichen Besucher im Park so heruntergetreten, dass
die seichten Tümpel verschüttet wurden. Außerdem scheint der
Grundwasserspiegel wohl aufgrund des Klimawandels abgesunken zu
sein. Möglicherweise haben aber auch Eingriffe im Umfeld, wie der Bau der
U-Bahn zu Flughafen, zum Rückgang des Grundwassers beigetragen.
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Hier im Nürnberger Knoblauchsland ist als eine von vielen gefährdeten
Arten die seltene Knoblauchkröte (Pelobates fuscus) heimisch. Am
kommenden Samstag wollen die "Nature Rangers" verhindern, dass der Tümpel
austrocknet und so einen wichtigen Lebensraum für die Knoblauchkröte
erhalten. Der Bestand der Tiere ist stark zurückgegangen, da sie zum Leben
lockeren sandigen Boden brauchen mittlerweile eine Seltenheit.
Knoblauchkröten stehen auf der Roten Liste mit der Gefährdungsstufe 2
(stark gefährdet) und sind der "Froschlurch des Jahres 2007". Die Amphibien
benötigen vor allem ein sandiges Ufer, denn sie graben sich tagsüber
zum Schutz oder zum Überwintern dort ein. Ihren Namen verdanken sie einem
Sekret, das sie zur Abwehr gegen Feinde absondern. Es hat tatsächlich einen
starken Knoblauchgeruch.
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Das Biotop im Volkspark ist derzeit der einzige Laichplatz für diese Tiere
im Norden des Stadtgebiets. Neben der Vertiefung des Gewässers ist auch
eine Umgestaltung geplant. Damit sich fremdländische Fische, wie der
Giebel, nicht mehr so rasant ausbreiten können, wird der durchgehende
Graben nur an sechs Abschnitten vertieft.
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Dank der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die einen Betrag von 2.000 Euro
zur Verfügung stellt, wurde es den Jugendlichen ermöglicht, für
diese Aktion einen Bagger und einen kleinen LKW zu mieten. Die Ausführung
hätte die finanziellen Mittel der "Nature Rangers" überstiegen, aber
dankenswerterweise kam die DBU den Jugendlichen hier zur Hilfe. Durch die
Multiplikationsförderung 2008 (eine Gemeinschaftsaktion mit dem ZDF)
trägt sie die Kosten für Bagger und den Abtransport des Erdaushubs.
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Weitere wertvolle Unterstützung kam vom städtischen Umweltamt und vom
Gartenbauamt: Die Behörden akzeptierten hier eine stark vereinfachte
Planung, so dass der Großteil der Gelder tatsächlich für die
eigentlichen Pflegemaßnahmen ausgegeben werden konnte.
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Bildunterschrift: Nature Ranger Tümpel: Nature Ranger in Aktion
Foto: Wolfgang Dötsch
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Christoph Wiedmer
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Pressesprecher Jugendgruppe "Nature Rangers"
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