Artikel im Mauersegler Nr. 3/2007 
  Projekt SandAchse
 

15.000 Quadratmeter Blütenmeer statt Agrarwüste

Was wurde eigentlich aus dem Projekt SandAchse?
Im Sommer 2006 endete endgültig das bayernweit größte Naturschutzprojekt SandAchse Franken. Viele Jahre hatte es für den Schutz der typischen Sandlebensräume in Franken geworben. Erhebliche Fördermittel wurden für Öffentlichkeitsarbeit und praktischen Naturschutz aufgewendet. Grund genug für den Bund Naturschutz Nürnberg, eine kleine Bilanz zu ziehen.
Zahlreiche Führungen und Vorträge sowie ein ganze Reihe begleitender Publikationen (Sandgarten-Broschüre, SandAchse Radführer) haben sicher manchem Zeitgenossen die Augen geöffnet. Heideflächen wie am Hainberg oder am Moorenbrunnfeld werden heute bewundert und nicht mehr als öde Brachflächen abgetan. Trotzdem hat sich bei der Stadt Nürnberg noch wenig geändert. Viele Biotope wurden z. B. in Rehhof und Laufamholz in den letzten Jahren zerstört oder als Bauland der Vernichtung preisgegeben. Mancher Ausgleichsfläche droht nun beim Ausbau der A6 erneut die Zerstörung. Vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen können aber nicht einfach die Koffer packen und umziehen.
Besuchen Sie die SandAchse des BN!
Der Bund Naturschutz hat hier mit seinem Engagement ein ganz anderes Zeichen gesetzt. Denn nur der BN hat dank der Fördermittel der SandAchse in Nürnberg eigene Flächen gekauft. Etwa 120.000 Euro mussten dafür aufgewendet werden. Ca. 20.000 Euro spendeten BN-Mitglieder als Eigenanteil. Auf zwei sandigen Ackerflächen bei Kornburg erstreckt sich heute ein Blütenmeer von ca. 15.000 Quadratmetern. Tausende von Sand-Grasnelken gedeihen heute dort, wo einst nur Roggen und Kartoffeln wuchsen.
1 Euro Spende für einen Quadratmeter Natur
Hier ist das Projekt SandAchse nicht tot. Ganz im Gegenteil kann es sich mit Ihrer Hilfe weiterentwickeln. Zwei weitere trockene Äcker mit etwa 10.000 Quadratmetern Fläche sind dem Bund Naturschutz in unmittelbarer Nähe angeboten worden. Immer noch gilt: Mit einem Euro Spende können wir einen Quadratmeter Agrarlandschaft der Natur zurückgeben. Wenn Sie dies unterstützen wollen, würden wir uns über eine Spende unter dem Motto Flächenkauf freuen (Spendenkonto 100 85 51, Sparkasse Nürnberg, BLZ 760 501 01).
Siehe hierzu auch: Aktion 1 Euro für 1 qm
Wolfgang Dötsch, Diplom-Biologe (Geschäftsführer)