Dem Umweltschutz auf der Spur
|
Deutsch-ukrainische Umweltkonferenz des Partnerschaftsvereines
Charkiv-Nürnberg in Charkiv, in Kooperation mit dem Bund Naturschutz
Nürnberg und der Stadt Nürnberg
|
|
|
Breites Gesprächsspektrum
|
|
|
Von den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe bis zur Abholzung des Charkiver
Lesoparks: Dr. Peter Pluschke war ein gefragter Mann bei den Vertretern der
lokalen Stadtverwaltung und den Umweltinitiativen in Nürnbergs Partnerstadt
Charkiv. Gelegenheit zu intensiven Gesprächen gab es bei der
deutsch-ukrainischen Umweltkonferenz in Charkiv, die vom Partnerschaftsverein in
Kooperation mit dem BN und der Stadt Nürnberg durchgeführt wurde.
|
|
|
Im Mittelpunkt stand das Thema Kernenergie
|
|
|
Vom 18. bis 25.06.2011 befassten sich deutsche und ukrainische junge Menschen
mit verschiedenen Fragen des Umweltschutzes. Im Fokus der Umweltkonferenz, die
inzwischen zum dritten Mal stattfand, stand der 25. Jahrestag der
Tschernobyl-Katastrophe.
|
|
|
Die Konferenzteilnehmer trafen sich mit den so genannten Liquidatoren und
diskutierten mit den angereisten Umweltexperten über die Zukunft der Kernenergie
in der Ukraine und Deutschland. Auch aktuelle Themen waren Gegenstand der
Konferenz: Die sehr umstrittene Abholzung im Jahr 2010 in einem Charkiver
Stadtpark zugunsten einer Straße wurde ebenso intensiv diskutiert. Die Abholzung
führte zu massiven Protesten bei Charkiver Bürgern, über die auch in Deutschland
in der Presse berichtet wurde.
|
|
|
Als ein wichtiger und gefragter Gesprächspartner bei der Konferenz zeigte sich
Dr. Peter Pluschke. Er referierte über die Erneuerbaren Energien und brachte
Beispiele vom Umweltschutz in Nürnberg. Er diskutierte mit seinem Kollegen auf
der Charkiver Seite über mögliche Kooperationen. Erfreulich gestaltete sich im
Rahmen der Konferenz die Zusammenarbeit mit der lokalen Bürgerinitiative "Grüne
Front", die auf Eigeninitiative ein Baumkataster erstellen will.
|
|
|
Besuch aus der Ukraine
|
|
|
Bereits im April hospitierte auf Initiative des Partnerschaftsvereins und des
Bund Naturschutz ein Vertreter der Umwelt-NGO "Petchenegi", Oleksij Vedmitzkij,
bei SÖR in Nürnberg. Die Erkenntnisse wurden gleich in der Erstellung des
Katasters angewandt.
|
|
|
Neben Umweltfragen stand auch der Austausch zwischen den deutschen und
ukrainischen jungen Menschen im Mittelpunkt der Konferenz. Die deutschen
Teilnehmerinnen konnten auch ein Stück weit in den ukrainischen Alltag
eintauchen, da sie in Gastfamilien vor Ort lebten. Mit dabei war auch unserer
FÖJ-Teilnehmerin Viola Ibba: "Die lokalen Bürgerinitiativen in Charkiv haben im
Vergleich zu Deutschland viel mehr und härter zu kämpfen. Wie mutig sie sich
gegen Unwissenheit, Sturheit und handfeste Interessen stemmen, hat mich tief
beeindruckt. Ich war das erste Mal in der Ukraine und habe vor allem durch die
Aufnahme in einer Familie viel erfahren."
|
|
|
"Die lokalen Bürgerinitiativen in Charkiv haben im Vergleich zu Deutschland viel
mehr und härter zu kämpfen."
|
|
|
Ella Schindler & André Winkel
|