Auf den Spuren von Paracelsus
|
|
Seit Anfang dieses Jahres ist die Nürnberger Stadtmauer um eine besondere
Attraktion reicher: Am Hallertor, unterhalb der so genannten
Bürgermeistergärten, betreut der BN Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem
Umweltreferat und SÖR einen Heilkräutergarten. Hier findet der interessierte
Besucher eine Blütenpracht, die ihresgleichen sucht.
|
|
|
Wissen aus früheren Zeiten
|
|
|
Ob Hippokrates oder Hildegard von Bingen, die Kenntnisse über die Heilkräfte von
Pflanzen sind uralt und in allen Völkern rund um den Globus verbreitet. Bereits
der berühmte Gelehrte Paracelsus (1493 1541) wusste, dass "alle Wiesen und
Matten, alle Berge und Hügel [...] Apotheken" sind.
|
|
|
Alte Erkenntnisse neu ausgegraben
|
|
|
Der Heilkräutergarten am Hallertor, vor zehn Jahren von Bionorica als
Schaugarten angelegt, geriet die letzten Jahre über immer mehr in Vergessenheit.
Nun hat sich der Bund Naturschutz dafür eingesetzt, diese wundervolle
Gartenanlage zu restaurieren.
|
|
|
Eröffnung eines lehrreichen Gartens
|
|
|
Zur Einweihung am 05.08.2011 wurde auch eine Schautafel mit Informationen zu
einigen ausgewählten Pflanzen enthüllt.
|
|
|
Der Heilkräutergarten dient dazu, eine Übersicht über die Heilkräuter zu geben,
die früher wie heute bei verschiedenen Krankheiten Anwendung finden. Der Garten
wurde vor über zehn Jahren zu Werbezwecken von der Firma Bionorica angelegt.
Nachdem der Sitz der Firma nach Neumarkt wechselte, fristete der Garten ein
stiefmütterliches Dasein. Ende letzten Jahres übernahm der Bund Naturschutz die
Initiative und vereinbarte mit dem Umweltreferat und SÖR eine Wiederbelebung
dieses einzigartigen Schaugartens auf den historischen Wallanlagen der
Nürnberger Altstadt.
|
|
|
Fast vergessenes Wissen findet immer noch Anwendung
|
|
|
Im Frühjahr wurde die Anlage erneuert und mit neuen Pflanzen bereichert, die mit
Bestimmungsschildern versehen wurden. Diese Schilder machen es dem
interessierten Laien leichter, sich in der Vielzahl der unterschiedlichen
Nutzpflanzen zurechtzufinden. Man findet hier viele Pflanzen, die früher als
Küchen- und Heilkräuter verwendet wurden, wie das Tüpfel-Johanniskraut, den
Lavendel oder den Gewürzfenchel. Der Besucher erfährt Wissenswertes zu der
Verwendung der hier gezeigten Pflanzen, ob als Hustensaft, bei Verdauungsstörung
oder gegen Depressionen. In der Volksheilkunde wurde lange vor Einführung von
Aspirin und anderen synthetisch hergestellten Medikamenten auf die heilende
Wirkung der Pflanzen gesetzt. Auch in der heutigen Medizin sind diese Wirkstoffe
nicht ganz verschwunden und werden z.B. in der Homöopathie immer noch angewandt.
|
|
|
Besuchszeiten
|
|
|
Der Heilkräutergarten ist täglich von 8 bis 20 Uhr (im Winterhalbjahr bis 19
Uhr) frei zugänglich. Von April bis Oktober wird der Garten jeweils Donnerstag,
von 16 bis 18 Uhr von freiwilligen Helfern betreut. Führungen können in der
BN-Kreisgeschäftsstelle telefonisch unter (0911) 4576706 vereinbart werden.
|
|
|
Karoline Wünsche, Freiwilliges Ökologisches Jahr
|