Nistkästen Tipps und Anregungen
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Ausstattung der Nistkästen
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Der Innenraum der Nistkästen sollte eine gewisse Größe haben. Der
Innendurchmesser sollte 12 cm nicht unterschreiten (je nachdem, für welchen
Vogel er gedacht ist), und auch die Wände sollten mindestens 16 mm stark sein.
Je stärker die Wand, desto besser! Die Vögel sollen schließlich, wenn der Kasten
in der prallen Sonne hängt, nicht durch die Hitze umkommen.
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Form, Ausstattung und Farbe sind den Vögeln egal, sie wollen nur ein Zuhause
haben, das vor störenden Einfl üssen und vor Wetter schützt.
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Ort der Aufstellung
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Am besten geeignet ist ein geschützter Platz ohne Störungen, auch vor
Neugierigen, die gerne in die Kästen schauen wollen.
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Der Nistkasten sollte nicht zu hoch oben befestigt werden, der Kasten soll
problemlos jedes Jahr gereinigt werden können.
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Sollten Sie die Absicht haben, einen oder mehrere Nistkästen auf einem
Grundstück aufzuhängen, das Ihnen nicht gehört, dann sollten Sie vorher das
Einverständnis des Grundstückseigentümers einholen.
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Ausrichtung des Flugloches
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Bitte keine Wissenschaft daraus machen! Die Himmelsrichtung ist eigentlich egal.
Es soll nur nicht direkt ins Flugloch regnen können. Jungvögel sind wegen des
fehlenden oder nicht ausreichend entwickelten Gefieders sehr empfindlich gegen
Nässe und würden Schaden nehmen, sollten sie in ihrem Nest nass werden.
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Daher sollte, soweit nicht eine windgeschützte Aufhängung möglich ist, das
Flugloch in die Richtung zeigen, aus der in der Regel kein Regen kommt. Bei uns
ist das die östliche Himmelsrichtung. Ob es wichtig ist, dass die Morgensonne in
das Flugloch scheinen soll, ist eine überflüssige Frage. Meist hängt der Kasten
ohnehin durch Laubwerk von Bäumen oder Büschen vor Sonne geschützt an einem
Baum. Vögel, die in einem hohlen Baum nach einer natürlichen Nistgelegenheit
suchen, werden wohl kaum dabei auch noch die Himmelsrichtung berücksichtigen.
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Größe des Einflugloches
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Durch die Wahl der Größe und Art des Einflugloches (rund oder oval) bestimmen
Sie mit, welche Vögel in Ihrem Nistkasten wohnen werden. Grundsätzlich gilt:
Größere, robustere Vögel setzen sich meist durch und vertreiben kleinere,
schwächere Vögel aus dem Haus. Daher ist für kleinere Vögel ein kleines
Einflugloch, für größere ein größeres Einflugloch von Vorteil. In vielen
Bauanleitungen für Vogelhäuser wird der für die jeweilige Vogelart notwendige
Durchmesser des Einflugloches millimetergenau angegeben. Auch hier gilt: Bitte
keine Wissenschaft daraus machen, ob zum Beispiel für eine Blaumeise der
Durchmesser bei 26 mm oder bei 28 mm besser ist. Es ist wohl besser, den
Durchmesser etwas größer zu machen, allerdings mit dem kleinen
vernachlässigbaren Risiko, dass sich einmal nicht der Wunschvogel, sondern eine
andere Gattung einnistet.
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Aufhängezeit
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Das ganze Jahr über. Unsere gefiederten Freunde brauchen auch außerhalb der
Brutzeit Unterschlupf und Schutz. Auch sollten sie Zeit haben, sich an ihre neue
Wohnung zu gewöhnen.
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Sitzstange unter dem Einflugloch notwendig oder nicht?
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Gehört eine Sitzstange vor dem Einflugloch zu einem richtigen Nistkasten? Eine
Sitzstange ist grundsätzlich nicht notwendig. Um in den Kasten zu kommen, müssen
die Vögel nicht vor dem Einflugloch zwischenlanden und dann in den Kasten
schlüpfen. Die Vögel kommen auch ohne diese Zwischenlandung problemlos in ihr
Heim. Die Sitzstange ist für Feinde der Vögel, denen wir eigentlich helfen
wollen, eine gute Hilfestellung, um an die jungen Vögel zu kommen, sie aus dem
Kasten zu holen und zu verspeisen. Elstern, Eichelhäher und Co. kommen ohne die
beschriebene Sitzstange nicht so einfach an die Jungvögel im Kasten. Sie können
sich an der relativ glatten Außenwand unter dem Einflugloch nicht festklammern.
Außer den Staren nehmen die von uns beherbergten Vögel eine Sitzstange ohnehin
kaum in Anspruch. Daher ist eine Sitzstange eher nachteilig für unsere Vögel,
denen wir mit dem Nistkasten helfen wollen. Aus diesem Grund haben die von mir
gebauten Nistkästen grundsätzlich keine Sitzstange unter dem Einflugloch.
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Nistmaterial
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So gut es auch gemeint ist: Kein Nistmaterial selbst in den Nistkasten
einbringen. Vögel besorgen sich selber welches und können das viel besser als
Menschen. Außerdem hat jede Vogelart ihr spezielles Nistmaterial und Sie wissen
ja noch nicht, welcher Vogel das von Ihnen angebotene Haus beziehen wird. Auch
kein Futter zum Anlocken der Vögel in den Nistkasten geben. Es ist im Vogelhaus
doch recht dunkel und die Vögel würden das Futter nicht finden.
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Wartung und Pflege
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Nach Ende der Brutsaison (Spätsommer oder Herbst) sollte das alte, verbrauchte
Nest entfernt werden. Die Vögel im kommenden Frühjahr wollen nicht die Flöhe,
Läuse und Milben der Vormieter vom letzten Jahr übernehmen.
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Vögel tragen jedes Jahr neues Nistmaterial ein. Wenn das alte Nest nicht
entfernt wurde, legen die Vögel das neue Nistmaterial einfach darauf und bald
ist der Kasten bis oben hin voll und nicht mehr bewohnbar.
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Ausnahme: Stare machen den Wohnungsputz alleine.
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Sollten Sie Flöhe oder Läuse bei einer Kontrolle feststellen, greifen Sie nicht
gleich zu chemischem Mitteln. Sie würden dabei schützenswerte Insekten wie
Hummeln, Falter, Spinnen, Ohrwürmer unnötigerweise gleich mit umbringen.
Entfernen Sie einfach das alte Nest mit den unerwünschten Schmarotzern.
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Fremdmieter
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Sollten Sie im Herbst feststellen, dass sich Bilche, wie Siebenschläfer und
Haselmaus, in Ihrem Nistkasten für den Winter einquartiert haben, seien Sie
gastfreundlich! Säubern Sie dann den Nistkasten erst im Frühjahr, wenn diese
niedlichen Gäste Ihr Haus verlassen haben.
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Hornissen
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Für den Fall, dass Hornissen sich in Ihrem Nistkasten niedergelassen haben:
Seien Sie auch hier großzügig und gastfreundlich!
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Hornissen sind nicht so gefährlich wie ihr Ruf, auch wenn sie bedrohlich groß
wirken und ihr Fluggeräusch etwas lauter ist als das der Bienen oder Wespen! Sie
werden Ihnen nichts tun, wenn sie in Ruhe gelassen werden. Bienen und Wespen
sind aggressiver als die zu unrecht als angriffslustig und gefährlich
bezeichneten Hornissen.
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Wenn Sie nun feststellen, dass sich Hornissen in Ihrem Vogelhaus niedergelassen
haben, ist eine Leerung des Nistkastens erst in den Wintermonaten anzuraten.
Dann haben die Hornissen den Nistkasten verlassen und sich in Erdlöcher
verkrochen.
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Hornissen bauen jedes Jahr im späten Frühling von Grund auf ein neues Nest und
benutzen die Waben vom Vorjahr nicht mehr.
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Hornissen sind auf der Roten Liste gefährdeter Arten und daher gesetzlich streng
geschützt.
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Dass sieben Hornissenstiche ein Pferd und drei einen Menschen töten können, ist
eine Mär, die leider immer noch nicht auszurotten ist und ihre Runde macht.
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Zu meiner Person
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Als Kind vom Lande befasste ich mich von Jugend an intensiv mit der Natur und so
auch mit den Vögeln und ihren Lebensräumen und eben auch mit Nistgelegenheiten.
Ich habe mittlerweile sicher mehr als 1000 Nistkästen verschiedenster
Ausführungen gebaut, warte und pflege davon viele selbst. Ich bin mir deshalb
sicher, etwas davon zu verstehen.
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Sollten Sie noch weitere Fragen oder auch Anregungen haben, dann dürfen Sie mich
gern anrufen. Auch kann ich Ihnen stets eine Auswahl schmucker Nistkästen
anbieten.
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Ich bin unter der Telefon-Nr. (0911) 48 00 508 und 0176–54078779, und auch
per Email unter ludwig.wiedenhofer(at)arcor.de zu erreichen.
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Ludwig Wiedenhofer
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