Gläubige greifen zur Heugabel
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Südstadtgemeinden arbeiten mit Moschee zusammen. Beim 2. Umweltaktionstag der
Religionen wurde eine wertvolle Heidefläche bei Kornburg gepflegt.
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Die Einbindung von Migranten soll einer der Schwerpunkte in der Nürnberger
BN-Arbeit werden. Bereits zum zweiten Mal bot der BN daher einen gemeinsamen
Aktionstag für Religionsgemeinschaften an. 2010 ging die Initiative von der
großen Eyüp-Sultan-Moschee und von der benachbarten evangelischen St.
Markus-Kirche in der Südstadt aus. Pfarrerin Silvia Wagner und Bildungsleiter
Ümit Canli mobilisierten in bewährter Gemeinschaftsarbeit naturverbundene
Gläubige.
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Interkultureller Biotopeinsatz
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War vor einem Jahr die Anzahl der Beteiligten noch überschaubar, so trafen sich
heuer bereits ca. 50 Aktive, darunter Familien mit Kindern und zahlreiche
Jugendliche. Auch die Christuskirche unter Pfarrer Peter Meyer beteiligte sich
neu mit etlichen Helfern. So ist der Umweltaktionstag sicher mit weitem Abstand
die größte rein ehrenamtliche Naturschutzaktion im BN.
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Eine geschützte sandige Heidefläche bei Kornburg wurde am 24. September
gemeinsam mit der Sense gemäht. Danach fassten die Aktiven das Schnittgut mit
Rechen und Heugabeln zusammen. Mancher Helfer aus der Türkei und aus
Siebenbürgen hatte hier offensichtlich bereits eine professionelle Technik,
während Alteingesessene neue Erfahrungen sammelten. Bunte Heidenelken,
Feuerfalter und Zauneidechsen dankten den Einsatz.
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Gemeinsames Essen nach getaner Arbeit
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Ein gemeinsames Grill-Picknick auf einer Nachbarfläche mit Bratwürsten und
türkischen Spezialitäten sorgte für eine angenehme Atmosphäre der Begegnung. Im
Kinderprogramm konnte der Nachwuchs bunte Sandbilder gestalten. Mit einem
Fußball wurde die Heidefläche kurzerhand zum Bolzplatz umgewandelt. Für die
Natur ist das Betreten kein Schaden, sollten doch die Sandbiotope eigentlich
intensiv mit Weidetieren gepflegt werden. Vielleicht ergeben sich ja auch über
diese Schiene Freiwillige, droht doch das Schäferhandwerk in Deutschland
auszusterben.
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Der Bund Naturschutz freut sich jedenfalls über die rege Beteiligung und kann
sich hier den Aufbau einer größeren Gruppe vorstellen. So hat mittlerweile schon
eine weitere Moschee aus der Südstadt Interesse an einer Gemeinschaftsaktion
geäußert. Für 2012 sind also bereits die Weichen positiv gestellt.
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Kontakt und Infos: Wolfgang Dötsch, Diplom Biologe
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Tel. (0911) 45 76 06, w.doetsch(at)bund-naturschutz-nbg.de
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Wolfgang Dötsch
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