Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Natur,
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wer als Natur- und Umweltschützer etwas bewegen will, muss sich politisch
einmischen. Jetzt haben wir deutschlandweit wieder Gelegenheit dazu. Auf Wahlen
allein dürfen wir jedoch nicht setzen. Wir müssen uns nach wie vor
außerparlamentarisch engagieren. Unsere Kreisgruppe ist derzeit auf drei
Ebenen engagiert.
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Neue lokalpolitische Perspektiven eröffnet die Erweiterung der
Straßenbaumgruppe unter Leitung von Mathias Schmidt, die sich jetzt dem
Baumschutz in der Stadt insgesamt widmet. Ausgehend von der Diskussion um die
Neugestaltung des Colleggartens wollen wir uns noch intensiver um die Erhaltung
des wichtigsten Grüns in Nürnberg kümmern. Zunächst werden
Grundlagen erarbeitet, Vorstellungen in Pläne gefasst und mit
städtischen Dienststellen besprochen. OB Maly hat beim Colleggarten einen
weiteren Baumgutachter genehmigt, und SÖR Förther unterstützt
unsere Petition an den Landtag nach Ausdehnung des Areals in Richtung
Pirckheimerstraße. Bitte helfen Sie mit, kommen Sie zu den Treffen und
bringen Sie Ihre Gedanken ein!
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Bundespolitisch haben wir die Chance, die Kernenergie endgültig
abzuwählen. Erst 23 Jahre sind seit Tschernobyl vergangen. Die
Halbwertszeit des Gedächtnisses ist eben kürzer als die Halbwertszeit
von Cäsium. Wir haben allerlei Anti-Atom-Aktionen unterstützt. So
haben wir mit der Bürgerinitiative aus Gorleben die Nürnberger
für die Endlager-Problematik sensibilisiert, als behauptet wurde, der
Nürnberger Burgsandstein sei dafür bestens geeignet. Wir waren bei der
großen Demo in Berlin Dank an die Begleiter! und bei der
kleineren vor dem CSU-Parteitag in der Nürnberger Messe. Immerhin hat die
staatstragende Partei jetzt klar geäußert, dass sie kein AKW in
Schwabach plant. Na denn, in München wäre es mir doch lieber...
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Landespolitisch steht ein heißes Eisen an: das Rauchverbot. Unsre
Kreisgruppe unterstützt das Volksbegehren der ÖDP für rauchfreie
Gaststätten. Zwar mag man einwenden, dass dies kein klassisches
Naturschutzthema sei, aber ist der Mobilfunk eines? Oder die Kernenergie? Der BN
selber hat sich ja von einem traditionellen Naturschutzverband zu einem Natur-
und Umweltverband gemausert. Oberste Priorität muss die Gesundheit des
Menschen haben. Gerade solche Themen sind der Bevölkerung wichtig, siehe
Gentechnik, Kernkraft, Mobilfunk, Biokost u. v. m.. Das Volksbegehren
steht für überparteiliche Vernunft wie ja auch wir.
Schließlich unterstützen auch die Grünen, die SPD und die Linken
das Volksbegehren. Auch manche CSUler sind einsichtig. Fragen Sie Ihre
Kandidaten! Gehen Sie also ins Rathaus, wenn zur 2. Phase des
Volksbegehrens aufgerufen wird, und gehen Sie zur Bundestagswahl! Wer nicht
wählt, wählt die Anderen.
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Günther Raß, 1. Vorsitzender
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