Wenn die Motten das Müsli erobern
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Motten sind Schmetterlinge. Die Falter sind die Erwachsenen der Familie und
dienen "nur" der Vermehrung. Als Münder haben sie lange dünne
Saugrüssel, mit denen sie allerhöchstens Nektar saugen können,
oder Wasser, oder gar nichts. Fressen tun die Kinder, die wir Raupen nennen. Die
Raupen schlüpfen aus Eiern, die die weiblichen Falter möglichst in die
Nähe der Nahrung legen.
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Die neugeborenen Räupchen sind winzig klein und unternehmungslustig. Die
ersten zwei Tage können sie ohne Nahrung auskommen. Für leckeres
Müsli oder Trockenfrüchte haben die Kleinen einen hervorragenden
Riecher, von dem wir nicht mal träumen können. So finden sie ihren Weg
ins Müsli leicht selbst, wenn es einen gibt. Zur Not bohren sie ihn sich.
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Meistens finden sie eine Lücke zwischen den Falten der Tüten. Selbst
an Schraubwindungen wandern sie gelegentlich entlang, wenn sie einen losen
Deckel finden. Auch muss es keine ganze Packung sein. Heruntergefallene Reste
ganz hinten im Regal und hinter dem Schrank genügen ihnen vollkommen,
solange sie nicht dauernd gestört werden.
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Bestes Mittel: öfter mal stören!
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A propos Störung: Stellen Sie sich mal vor, Sie sind während eines
Orkans im Schiffsbauch, und die Einrichtung fliegt Ihnen um die Ohren. So ergeht
es den kleinen Raupen, wenn jemand zur Tüte greift. Das hält auf die
Dauer keiner aus schon gar nicht zarte Räupchen zwischen harten
Körnern und Mehlstaub. Wenn wir öfters mal mitessen, geht ihnen das
schnell an die Substanz.
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Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) Falter
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