Artikel im Mauersegler Nr. 2/2008 
  Mauersegler-Rätsel
 

In dieser Mauersegler-Ausgabe möchten wir eine neue Rubrik einführen: Das Mauersegler-Rätsel.
Ab sofort gibt es an dieser Stelle auch in den folgenden Ausgaben ein Rätsel, dessen Lösung mal schwieriger und mal leichter ist. Der gesuchte Begriff und die kleinen Preise werden dabei immer um das Thema Natur kreisen. Für die Lösung des Rätsels verlosen wir unter den richtigen Einsendungen drei Exemplare des neu erschienen Buches Natur in Schwabach – 13 Rad- und Wandertouren durch die Naturschauplätze Schwabachs und seiner Umgebung (siehe auch Buchbesprechung auf Seite 11).
Die richtige Lösung senden Sie bitte bis zum 11.11.2008 per Email an info@bund-naturschutz-nbg.de (Stichwort: MS-Rätsel 02.2008) oder mit der Post zur BN-Kreisgruppe Nürnberg, in die Endterstraße 14, 90459 Nürnberg. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen Das Redaktions-Team hofft auf viele richtige Einsendungen und wünscht viel Spaß beim Rätseln.
Ein sauberer, klarer Bach spielt bei unserem ersten Fragespiel eine entscheidende Rolle. Gefragt ist nach einer Pflanze, die zur Familie der Amaryllisgewächse gehört und die uns im zeitigen Frühjahr mit ihrer leuchtenden Farbe erfreut. Geht man in die griechisch-römische Mythologie zurück, so verdanken wir diesen strahlenden Frühlingsboten allerdings einer Tragödie. Es geht bei dieser Geschichte um die unerwiderte Liebe von einer Nymphe zu einem 16-jährigen Teenager. Nachdem der schöne Jüngling die Annäherungsversuche der jungen Dame zurückgewiesen hat, stirbt Letztere aus Verzweiflung an Magersucht. Ihr Geist ist seitdem vornehmlich in gebirgigen Gegenden anzutreffen. Die Frühverblichene kann bei lautem Rufen zwar von allen gehört werden, wurde allerdings noch nie gesehen. Aber auch dem Objekt ihrer Begierde erging es nicht viel besser. Als der junge Mann an einer klaren Quelle eine Pause einlegte, um sich mit einem Schluck Wasser zu erfrischen, verliebte er sich unsterblich in sein Spiegelbild. Da jeder Versuch einer Verabredung mit dem angebetetem Gegenüber scheiterte, verstarb der Schönling aus Liebeskummer in einer nahegelegenen Wiese. Sein Leichnam wurde allerdings nie gefunden. An der Stelle seines letzten Aufenthaltes blühte nach Jahresfrist "ein gelbliches Blümlein [...] rings um den Kelch weißschimmernde Blätter gegürtet."
Und genau nach dieser Blume, die ihren Namen von einem Selbstverliebten bekam, suchen wir in unserem Rätsel. Die wundersame Verwandlung beschreibt der römische Dichter Ovid, von dem auch das oben angeführte Zitat stammt, in einem Gedicht, in welchem er den beiden unglücklich Verliebten ein Denkmal setzte. Ihren deutschen Namen verdankt die Blume übrigens einem christlichen Feiertag, der mit dem Blühzeitpunkt der Pflanze zusammenfällt.
Wie lautet der deutsche oder botanische Name der Pflanze? Wir lassen beide Antworten gelten.
André Winkel (Redaktionsteam)