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Ein weiteres Thema, das uns seit Jahren beschäftigt, sind die so genannten
verwaisten Baumstandorte. Jedes Jahr gehen in der Stadt durch
Baumaßnahmen, Unfälle, mangelnde Pflege oder natürlichen Abgang
mehr als 100 Straßenbäume verloren. Übrig bleiben leere
Baumscheiben (verwaiste Standorte), die, wenn sie nicht bald wiederbepflanzt
werden, anderweitig genutzt werden oder gänzlich verloren gehen. Vom
Stadtrat wurde vor drei Jahren auf unsere Initiative hin ein
"100-Bäume-Programm" (pro Jahr) zur Wiederbepflanzung verwaister Standorte
in der Kernstadt beschlossen, das aber offensichtlich nicht ausreicht, um die
bestehenden Lücken zu schließen. Denn mittlerweile gibt es rund 750
verwaiste Standorte in der Stadt. Der Nürnberger Stadtrat hatte ein
Einsehen und hat im Zuge der Haushaltsberatungen für 2007 zusätzliche
Mittel in Höhe von 126.000 Euro bewilligt. Damit können ca. 100
weitere Bäume gepflanzt werden. Es bleibt zu wünschen, dass auch
für die kommenden Jahre ausreichende Mittel vom Stadtrat bewilligt werden,
um sukzessive alle offenen Baumscheiben wieder zu bepflanzen.
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Mehr Geld für die Baumpflege
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Ein kurzer Spaziergang durch die Stadt genügt, um festzustellen, dass die
meisten Straßenbäume und Baumscheiben in einem miserablen Zustand
sind. Das liegt daran, dass die Mittel des Gartenbauamtes schon seit mehreren
Jahren nur noch für Maßnahmen der Verkehrssicherheit und der
Unfallverhütung reichen. Für die eigentliche Baumpflege, d.h.
Baumschnitt, Pflege der Baumscheibe und die Wässerung der Bäume in
Zeiten extremer Trockenheit, stand praktisch kein Geld zur Verfügung. Auch
in diesem Punkt hat der Stadtrat nachgebessert und für 2007 zusätzlich
150.000 Euro bewilligt. Wir sehen dies als Einstieg in eine künftig
ausreichende Finanzierung des Baumunterhalts, denn bei einem Bestand von rund
24.000 Straßenbäumen in Nürnberg reicht diese Summe nicht aus.
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Highlight zum Jahresende
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Ein weiteres kleines Erfolgserlebnis konnte die Projektgruppe noch zum
Jahresende 2006 verbuchen: Um die Restmittel aus dem "Agenda 21-Topf" wurde ein
Wettbewerb durchgeführt. Mit 8.700 Euro haben wir den Löwenanteil
für uns sichern können. In Abstimmung mit dem Gartenbauamt werden
hierfür 5 bis 10 Bäume auf verwaisten Standorten gepflanzt.
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Nürnberg braucht mehr Straßenbäume
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Trotz der erfreulichen Fortschritte im letzten Jahr bleibt ein Hauptproblem
bestehen: In Nürnberg gibt es insgesamt zu wenig Straßenbäume!
Insbesondere bestehen Defizite innerhalb der dicht besiedelten Kernstadt
(Gebiete innerhalb des mittleren Ringes). Hier gibt es kilometerlange
Straßenzüge ohne jegliches Grün und ohne Bäume. Mit unserer
Forderung nach einer systematischen Bestandsaufnahme, einer Mehrjahresplanung
und entsprechenden Haushaltsansätzen zur Behebung der auch von der
Umweltverwaltung und der Politik anerkannten Defizite konnten wir uns bisher
leider nicht ausreichend Gehör verschaffen.
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P.S. Die Projektgruppe "Straßenbäume" freut sich immer über neue
Mitstreiter. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, Tel. (0911) 45 76 06
oder info@bund-naturschutz-nbg.de.
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Mathias Schmidt (Projektgruppe Straßenbäume)
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Bäume suchen Freunde
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Bäume haben auch Durst. Unter diesem Motto bepflanzte der Bund Naturschutz
im letzten Sommer mit einer Kindergruppe des städtischen Horts in Katzwang
drei kleine Baumscheiben, für die wir eine Patenschaft übernommen
haben. Trotz Nachmittagsverkehr, Hitze und endlosen Bergen von Rindenmulch
arbeiteten die Kinder begeistert mit. Nach der Bepflanzung dekorierten sie die
Flächen mit Steinen und Fähnchen, um Passanten auf die schwierige
Situation der über 20.000 Nürnberger Straßenbäume, die
unter Wassermangel und Müll leiden, aufmerksam zu machen. Leider hatten
unsere drei kleinen Linden bereits vor der Aktion ziemliche Schäden durch
Trockenheit erlitten.
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Deshalb die Bitte an alle: Kümmern Sie sich um Stadtbäume in Ihrer
Nähe. Speziell im nicht gerade vom Grün verwöhnten Bereich der
Innenstadt bieten die großen Baumscheiben am Straßenrand willkommene
Gestaltungsmöglichkeiten. Durch naturnahe, robuste Unterbepflanzung wie
Wildkräuter und Stauden werden die Baumscheiben zu kleinen Grünoasen
in der tristen Innenstadt. Aber seien Sie nicht frustriert, wenn die
eingesetzten Pflanzen nicht sofort richtig gut gedeihen, sondern säen und
pflanzen Sie bei Lücken nach. Offizielle Baumpaten erhalten von der Stadt
einen Zuschuss zur Bepflanzung. Informationen über den ökologischen
Nutzen sowie fachliche Tipps gibt es in der Broschüre "Baumpaten gesucht",
erhältlich in der BN-Geschäftsstelle. Auch wenn Sie nicht gleich eine
Patenschaft übernehmen möchten, können Sie den Bäumen
helfen: Gießen Sie an heißen Tagen ein paar Eimer Wasser an die
Bäume in Ihrer Umgebung. Falls Sie selbst aktiv sind oder werden wollen,
teilen Sie uns doch Ihre Erfahrungen mit:
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Ansprechpartner in der Ortsgruppe:
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Renate Schumann, Tel. (0911) 883881
Monika Krumbach, Tel. (09122) 77601
Artur Lampmann, Tel. (0911) 883881
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bzw. Projektgruppe
Straßenbäume: Mathias Schmidt, Tel. (0911) 457606
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Monika Krumbach (Ortsgruppe:
Der Nürnberger Süden)
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Kinder gestalten eine Baumscheibe mit neuen Pflanzen
Foto: D. Krumbach
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