Artikel im Mauersegler Nr. 2/2007 
  Haus- und Straßensammlung 2007
 

Gesamtergebnisse der HuS

Schule Rang
Peter-Vischer-Schule 1.
Bertolt-Brecht-Schule 2.
Dürer-Gymnasium 3.
Montessori-Schule 4.
Wilhelm-Löhe-Schule 5.
Robert-Bosch-Schule 6.
Johann-Daniel-Preißler-Schule 7.
Hauptschule Bismarckstraße 8.
Thusnelda-Schule 9.
Gesamtsumme
Schulen:
10.149,54 Euro
Name Rang
Klein, Birgit 1.
Bößenecker, Claus 2.
Linhart, Gudrun 3.
Büchl, Irmgard 4.
Schumann, Renate 5.
Heuss, Johannes 6.
Müller, Elisabeth 7.
Steffan, Waltraud 8.
Straub, Sigrid 9.
Kremer, Inge 10.
Stry, Richard 11.
Gesamtsumme
Ehrenamtliche:
1.676,50 Euro
Summe insgesamt: 11.826,04 Euro
Wie jedes Jahr fand auch heuer wieder vom 12. bis 18.03. bayernweit die Haus- und Straßensammlung (HuS) des Bundes Naturschutz statt. 9 Schulen mit über 400 Schülern und 11 Ehrenamtliche ersammelten in unserer Kreisgruppe ein Gesamtergebnis von 11.826,04 Euro.
Wir bedanken uns sehr herzlich für diese Unterstützung. Unsere besondere Anerkennung gilt den Lehrern, die uns die Schulsammlung durch ihr Engagement erst ermöglicht haben.
Wir möchten an dieser Stelle auch die organisatorische Unterstützung von Frau Steffan, Herrn Schaarschmidt und Herrn Lampmann dankend erwähnen.
Die Hälfte des Geldes geht, wie jedes Jahr, an unseren Landesverband. Das Geld wird in Projekte für den Natur- und Artenschutz fließen. Eine Aufzählung der einzelnen Projekte finden Sie dann auf den Homepages der Kreisgruppe Nürnberg und des Landesverbands.
Um Ihnen einen kleinen Einblick "hinter die Kulissen" der Haus- und Straßensammlung zu ermöglichen, hat Frau Reithinger eine kurze Zusammenfassung ihrer Erfahrungen geschrieben.
Monika Lanwer (Geschäftsführerin)
Donald Duck erblasst vor Neid
"Oh Mann, die HuS ist voll anstrengend! Wir hatten wochenlang schwarze Finger. Und wer sagt, Geld stinkt nicht, der lügt." Das waren die Worte meines FÖJ-Vorgängers bei meiner Einarbeitung. Damals war die Haus- und Straßensammlung (HuS) noch so weit weg, dass ich die Aussage nicht wirklich ernst genommen habe.
Jetzt, nachdem die HuS abgeschlossen ist, muss ich meinem Vorgänger Recht geben. Obwohl, die Haus- und Straßensammlung war zwar anstrengend, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht. Insbesondere, weil man zwischendurch, wenn gerade wieder ein Karton voll Prämien für die Schulen zusammenstellt wurde, immer mal wieder einen Plüschbiber oder Plüschfrosch knuddeln konnte.
HuS 2007
Knuddelbedürftige Frösche
Foto: M. Lanwer
Bereits im Herbst warf die HuS drohend ihre Schatten voraus. Die Lehrer wurden angeschrieben und gefragt, ob sie teilnehmen. Danach musste telefonisch nachgefragt werden und spätestens nach Weihnachten war die HuS nicht mehr vom Arbeitsalltag wegzudenken. Die Sammeldosen wurden vom Dachboden (6. Stock!) geschleppt, geputzt, verplombt und neu etikettiert. Die Schulen wurden gefragt, wann, wohin und besonders wie viele Sammeldosen und Materialien denn benötigt werden. Ehrenamtliche Fahrer halfen mit, die ganzen Sammelsachen an die Schulen zu fahren, die vollen Sammelbüchsen abzuholen und die Prämien auszuliefern.
Und dazwischen musste das ganze Geld gezählt und zur Sparkasse gebracht werden. Wir fühlten uns wie die Panzerknacker, die Onkel Dagoberts Geldspeicher leer räumen, wenn wir uns mit Geldsäcken voller Münzen bepackt auf den Weg zur Sparkasse machten. Unmengen von Listen mit Bestellungen, Sammelergebnissen und Prämienvergaben wurden erstellt. Während der Zeit der Haus- und Straßensammlung ertrank das Büro förmlich in Kisten voll mit Sammeldosen, Plüschtieren, Spielsachen und anderen Prämien.
Endlich, Anfang Juni, konnten die restlichen Kartons (ca. 30 Stück) wieder auf den Dachboden (6. Stock!) gebracht werden und langsam sieht das Büro wieder ordentlich aus.
Eva Reithinger (Freiwilliges Ökologisches Jahr)
HuS 2007
Fahndungsfoto einer flüchtigen FÖJ-Kraft, hier letztmalig gesehen ;-)
Foto: S. Wendt
HuS 2007
Karsten Hörl, zweiter Champion
Foto: E. Reithinger

Interview mit den Champions

Karsten Hörl ist Schüler der 6. Klasse der Bertolt-Brecht-Schule. Bereits im letzten Jahr hat er an der Haus- und Straßensammlung des Bundes Naturschutz teilgenommen und ein gutes Sammelergebnis erzielt. Auch dieses Jahr war er wieder dabei und belegte mit einem hervorragenden Ergebnis von 334,45 Euro den zweiten Platz von über 400 Schülern, die für den Bund Naturschutz sammelten. Karsten dachte eigentlich, er hätte so ca. 100 Euro gesammelt. Aber in Reichelsdorf und Katzwang scheinen spendierfreudige Menschen zu wohnen, denn er war lediglich insgesamt ca. 4,5 Stunden unterwegs und konnte trotzdem dieses Ergebnis erzielen. Seine Sammelstrategie? Er ist hauptsächlich in der Nachbarschaft von Tür zur Tür unterwegs gewesen, wo er schon als netter Junge bekannt ist. Dort fragte Karsten die Leute, ob sie für den Bund Naturschutz spenden möchten. Bei Nachfragen stellte Karsten die Ziele und Projekte des Bundes Naturschutz vor, die er von der Klassenlehrerin und dem Prospekt des BN erfahren hat. Als besonders einträglich gestalten sich laut Karsten die Besuche bei Verwandten und Bekannten, insbesondere bei Oma und Opa. Nächstes Jahr würde er auf jeden Fall wieder mitmachen, wenn es die Lehrerin ermöglicht.
"Das Wichtigste ist, dass man beim Sammeln immer freundlich und höflich bleibt", so Nathalie Richter vom Dürer-Gymnasium, die es wissen muss, da sie die beste Sammlerin der Haus- und Straßensammlung 2007 mit dem unglaublichen Ergebnis von 355,59 Euro ist. Die ganze Woche, immer nach den Hausaufgaben, ging Nathalie in die Nürnberger Innenstadt oder vor Supermärkte, um für den BN Spenden zu sammeln. Schade um ihre Freizeit war es ihr dabei nicht, da ihr das Sammeln Spaß macht und die Aussicht, dass das Geld für einen guten Zweck ist, zusätzlich motiviert. Zwei fast bis obenhin volle Sammeldosen erzielte Nathalie für den BN. Aber dass so viel Geld in den Dosen war, hätte sie nicht gedacht; sie schätzte den Inhalt auf höchstens 200 Euro. Daran sieht man, dass sich Einsatz ausgezahlt!
Nathalie betont immer wieder, dass insbesondere ein freundliches Auftreten wichtig ist. Denn gerade dadurch ließen sich die Leute zum Spenden animieren. Manch einer hatte sogar so ein schlechtes Gewissen, dem freundlichen Mädchen gar nichts zu geben, dass er noch mal umgekehrt ist, um doch ein paar Euros in die Sammelbüchse zu werfen. Gerade solche Erlebnisse bleiben einem im Gedächtnis haften. Deshalb will Nathalie auf jeden Fall nächstes Jahr auch wieder mitmachen!
Eva Reithinger (Freiwilliges Ökologisches Jahr)
HuS 2007
Nathalie Richter, beste Sammlerin 2007
Foto: E. Reithinger