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| Editorial |
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Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Natur, |
| in der letzten Jahreshauptversammlung habe ich die Hauptaufgaben unserer Kreisgruppe umrissen. Neben der klassischen Naturschutz- und Biotoppflegearbeit und der Umweltbildung müssen wir heuer und in den kommenden Jahren auf drei Feldern kämpfen. |
| Die Gentechnik wird immer bedrohlicher. Wir dürfen den Geist nicht aus der Flasche lassen. Einmal draußen, können wir ihn nie mehr einfangen. Wir werden versuchen, Kooperationen einzugehen, um mit positiven Signalen zur gesunden Ernährung das Bewusstsein zu schärfen. Vorbildcharakter hat hier in der Region der Landkreis Neumarkt mit bekannten Firmen und einem aufgeschlossenen Landrat. Leider sperrt sich der Bauernverband in Nürnberg noch gegen eine gentechnikfreie Region (siehe Aktuelles aus dem Stadtrat). |
| Der Kampf gegen die Nordspange geht in die entscheidende Phase. Wir wollen unseren Bannwald erhalten, wir wollen sinnvolle Planungen für Gewerbegebiete, wir wollen den Klimakiller Fliegen nicht fördern und wir wollen, dass der Staat mit unseren Steuergeldern sparsam umgeht. |
| Immer drängender wird auch wenn es manche schon nicht mehr hören können, schließlich warnen wir seit über 20 Jahren das Klimaproblem. In diesem Heft werben wir für die energetische Sanierung von Altbauten. Stärkere Vorschriften bei Neubebauungen müssen dem Passivhaus endlich zum Durchbruch verhelfen. Hier ist der Stadtrat gefordert, den Investoren nicht allzu schnell nachzugeben. |
| Bei allen notwendigen Forderungen an Politiker, Funktionäre und Industriekapitäne dürfen wir unsere eigenen Möglichkeiten nicht unterschätzen. Wir sind alle Verbraucher und Wähler. Jeder von uns kann seinen Stadtrat, seinen Lebensmittelhändler und seinen Autohersteller kritisch begleiten. Sprechen wir die Verantwortlichen persönlich an! Schließlich leben diese nicht im luftleeren Raum, haben Familie und können ihr Geld auch mit Ökoprodukten verdienen. Solche Leute sollten mit gutem Beispiel vorangehen und wir, die wir die Einsicht haben. Aus der Hoffnung heraus, dass doch manche auf das Fliegen verzichten, ihr Haus dämmen oder gar ein Passivhaus bauen, schöpfe ich die Kraft für meine Aufgabe im BN. |
| Bis bald am Reichswaldfest |
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Günther Raß 1. Vorsitzender |