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Die Situation im Südlichen Reichswald stellt sich noch ungünstiger
dar. Der Flächenanteil trockener Eichenbestände, die 150 Jahre oder
älter sind, beträgt nur 0,03 %. Allerdings muss
einschränkend bemerkt werden, dass die großen privaten Waldbesitzer
im Süden (z. B. Faber-Castell) die Auswertung ihrer Forste nicht
zuließen. Erhebungen der bayerischen Forstverwaltung haben zusätzlich
1.477 einzeln stehende Alteichen (über 110 Jahre alt) erfasst.
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Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass nur in einem schmalen Band im
Sebalder Reichswald vom Irrhain über den Buchenbühl und Haidberg, im
Lorenzer Reichswald vom Schmausenbuck bis zum Brunner Berg sowie im Bereich
Glasersberg/Wernloch Gebiete mit einer zufrieden stellenden Dichte an Alteichen
vorhanden sind. Im Südlichen Reichswald existiert kein größeres
Gebiet, das als stabiler Lebensraum für Alteichen bewohnende Tierarten
bezeichnet werden kann.
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Deshalb formuliert der Bund Naturschutz drei Empfehlungen:
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Die 68 Hektar Waldfläche (von insgesamt mehr als 35.000 Hektar) mit
wertvollsten Alteichen sind aus der Bewirtschaftung zu nehmen und die Bäume
sollen ungestört altern (in der Karte rote und rosa Flächen).
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Zusätzlich müssen die ca. 150 Hektar an Eichenvorkommen, die zwischen
100 und 150 Jahre alt sind, hin zu reifen Eichenbeständen entwickelt werden
(in der Karte orange Flächen).
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Auf weiteren 3,5 % der Fläche des Reichswaldes steht mindestens eine
Alteiche auf einer Fläche von 2 Hektar (in der Karte gelbe Flächen).
Hier ist das längerfristige Überdauern vereinzelter Populationen
möglich. Dieses Netz sollte in der Fläche ausgedehnt werden.
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Werden diese Empfehlungen nicht umgesetzt, so müssen die Vorkommen der
seltenen Tierarten auf Eichen im Reichswald als isolierte Einzelvorkommen
betrachtet werden, die mit dem Absterben der Altbäume dann
unwiederbringlich verloren gehen. Schon jetzt sind 96 % der
Reichswaldfläche ohne knorrige Alteichen!
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Die hier vorgestellte Untersuchung wurde unter Mitarbeit von Florian
Künzel erstellt.
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Dr. Gerhard Brunner (Dipl.-Biologe)
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