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Am ersten Juniwochenende ist es wieder so weit: Das dreitägige Festival
"Rock im Park" findet statt. Mit Sack und Pack werden die Grünflächen
am ehemaligen Reichsparteitagsgelände von den Rockfans in Beschlag
genommen. Die Rasenflächen zwischen Bahnhof Dutzendteich und Münchener
Straße verwandeln sich in einen riesigen Campingplatz. Die erreichbaren
Supermärkte werden leergekauft. Wenn man fast 140 Euro für die
Eintrittskarte ausgibt, will man sich auch häuslich einrichten.
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Soweit ist ja auch nichts einzuwenden. Doch was dann in diesen Tagen und
Nächten abgelaufen ist, lässt sich erahnen, wenn das Festival zu Ende
ist. Das Gelände gleicht dann einem riesigen Müllplatz. Wer das nicht
gesehen hat, kann es sich nicht vorstellen. Einen kleinen Eindruck vermitteln
die Fotos. Der Müll lässt sich in einer Woche beseitigen, doch die
Natur und die Tierwelt sind dem Treiben schutzlos ausgeliefert. Die Problemzonen
sind die vielen Weiher auf dem Gelände. Ufervegetationen und die
Schilfbereiche werden an vielen Stellen niedergetrampelt. An den
Teichrändern schwimmt der Unrat. Vogelnester werden zerstört.
Betroffen sind vor allem die Teichrohrsänger, aber auch Teichhühner
und Schwarzhalstaucher.
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Jedes Jahr wird von den Veranstaltern versichert, die sensiblen Bereiche zu
schützen. Doch das geschieht nur halbherzig durch Flatterbänder, die
nach einer Stunde durchtrennt sind. Die Vertreter der Stadt müssten als
Geländevermieter viel mehr Druck auf den Konzert-Veranstalter Argo
ausüben, damit diese Missstände nicht mehr auftreten. Die sensiblen
Uferbereiche, vor allem am Silbersee und Flachweiher, müssten durch eine
feste Umzäunung gesichert und bewacht werden. Umweltreferent Peter Pluschke
gab sich letztes Jahr noch machtlos: "Die Verträge wurden vor meiner Zeit
gemacht". Heuer kann er sich beweisen.
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Bildunterschrift: Viel Müll wird einfach in den Teichen entsorgt. Die
Uferbereiche werden zu Kloaken.
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Bildunterschrift: Endlich ist der Rummel vorbei, werden sich diese
Kanadagänse an den Nummernweihern denken.
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Bildunterschrift: Ein Bild der Verwüstung bietet sich nach dem Festival
dem Spaziergänger auf dem Dutzendteichgelände.
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Bildunterschrift: Für viele Besucher scheint hier die Gelegenheit zu
sein, ihren Hausmüll schnell loszuwerden.
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Text und Fotos: Günter Krompholz, BN-Ortsgruppe Zabo
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