Artikel im Mauersegler Nr. 1/2009 
  Mauersegler-Rätsel
 

Seit kurzem sind wieder eigentlich schon längst verschwundene Geräusche in den bayrischen Auwäldern zu hören. Unser gesuchtes Tier war im 18. und 19. Jahrhundert in ganz Europa fast gänzlich ausgerottet. Erst in den letzten Jahren konnte es wieder erfolgreich eingebürgert werden.
Ob das was mit der Einstellung eines Kirchenmannes zu tun hatte? 1754 erklärte der Jesuitenpater Charlevoix, dass der Schwanz unseres Tierchens "ganz Fisch" ist und er deshalb während der Fastenzeit gegessen werden darf.
Das dürfte wohl den Förstern entgegen gekommen sein, ist unser Tier doch in der Forstwirtschaft ein äußerst unbeliebter Gast. Dabei ist das Vorkommen unseres Tieres ein gutes Zeichen für die Natur! Nur dort, wo ausreichend Lebensraum vorhanden ist, fühlt es sich wohl. Und das ist heutzutage gar nicht mehr so leicht, braucht unser Rätselobjekt doch sowohl Land als auch Wasser zum Leben.
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Ein Blick auf die Nürnberger Dachlandschaft wird dem ein oder anderen wohl weiterhelfen: die ziegelrote Abdeckung verdankt ihren Namen dem nahrhaften Fleischersatz, den man während der Fastenzeit bedenkenlos zu sich nehmen kann.
Einen kleinen zusätzlichen Ansporn gibt es auch: Diesmal gibt es nämlich wieder was zu gewinnen.
Lisa Schäder (FÖJ)