Artikel im Mauersegler Nr. 1/2009 
  Rednitz in BN-Hand
 

Neue BN-Ortsgruppe "Katzwang/Reichelsdorf" will sich um das südliche Rednitztal kümmern

Feuchtwiesen mit Störchen
Wer an Nürnberg denkt, dem ist auch die Pegnitz sofort geläufig. Doch auch die Rednitz durchzieht in weiten Bereichen das Stadtgebiet im Nürnberger Westen zwischen Gebersdorf und Katzwang. Während sich jedoch das Pegnitztal als stadtnahe Erholungslandschaft zeigt, sind an der Rednitz noch üppige Fettwiesen mit langen Bewässerungsgräben typisch. In den sogenannten "Wässerwiesen" der Landwirte findet auch Nürnbergs einziges Storchenpaar ausreichend Nahrung. Bisher war der einzigartige Landschaftsraum südlich von Eibach ohne aktive BN-Ortsgruppe.
Eingriffe in Talraum
Dies soll sich nun ändern, denn immer wieder drohen – auch nach dem Ende der B2a – massive Eingriffe in die sensible Natur. Der Sandabbau südlich der A6 hat den BN schon über Jahre in Atem gehalten. Nur mit Mühe konnte hier eine Mondlandschaft in der Talaue verhindert werden. Aktuell wurde auch wieder eine Nutzung der alten Reichelsdorfer Sandgrube (Seyboldsche Sandgrube) diskutiert. Hier hatte sich nahe dem Reichelsdorfer Ortskern eine undurchdringliche Wildnis etabliert. Doch auch so umweltfreundliche Projekte wie die durchgehende Radwegeverbindung im Talraum bedürfen einer naturschutzfachlichen Begleitung, wenn sie wertvolle Biotope zum Beispiel den Katzwanger Weiher vernichten.
Auftakt-Radtour im Mai
Alle Interessierten sind am Samstag, den 23. Mai zu einer Radtour durch das Rednitztal eingeladen. Treffpunkt ist um 10.00 Uhr am Reichelsdorfer Bahnhof (ehem. Bahnhofsgebäude). Die Aktiven wollen gemeinsam das Rednitztal bis zur Schwarzach erkunden. Eine Mittagseinkehr ist geplant. Neben Natur- und Umweltschutz soll auch das gemütliche Beisammensein nicht zu kurz kommen.
Kontakt: Wolfgang Janeck
Tel.: (0911) 6651954 oder 6323313
mobil (SMS): 0173-4651590
Bildunterschrift: Rednitztal zwischen Mühlhof, Wolkersdorf  Foto: W. Dötsch
Bildunterschrift: Sandabbau Rednitztal  Foto: W. Dötsch
Wolfgang Dötsch (Diplom-Biologe, Geschäftsführer)