Der Bund Naturschutz fordert die Ausweisung des wertvollen Wendelsteiner
Höhenzugs zum Naturschutzgebiet
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Steile Felswände, tiefe Schluchten mit verschlungenen Wanderpfaden
mancher fühlt sich mitten in der Fränkischen Schweiz. Doch der
Höhenzug der Kornberge zwischen Worzeldorf und Wendelstein ist eines der
beliebtesten Wanderziele im Ballungsraum. Der Name hängt übrigens mit
dem nahen Nürnberger Stadtteil Kornburg zusammen.
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Vier markante Kuppen ragen aus dem Grün des Reichswaldes hervor
Worzeldorfer Berg, Glasersberg, Steinberg und Fischleinsberg. In der
zerklüfteten Wildnis der alten Steinbrüche hat sich manches Naturjuwel
gehalten, denn moderne Forstgeräte mit ihren massigen Reifen können in
dem unwegsamen Gelände z. T. kaum arbeiten.
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Eldorado für Käfer und Spechte
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Mächtige alte Trauben-Eichen sind Heimat zahlloser seltener Käfer,
Spechte und Fledermäuse. Fünf Käferarten der Roten Liste konnte
Diplom-Biologe Dr. Jürgen Schmidl dort im Auftrag des BN finden. Die
versteckten Tümpel bieten unzähligen Amphibien Heimat. Hier tummeln
sich auch Eisvogel und Ringelnatter, während die Kreuzotter eher die
sonnigen Waldränder schätzt.
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Steinbruchbagger und Forstmaschinen bedrohen das Idyll
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Leider ist der Schutz des neuen europäischen FFH-Gebiets
(Flora-Fauna-Habitat) nur äußerst gering. Der 2008 erstellte
Mangementplan bezieht sich nämlich ausschließlich auf die
Gelbbauchunke und zwei winzige Stücke Buchenwald. Dies ist aus Sicht des BN
zu wenig, um auf den ca. 140 Hektar Fläche z. B. den Begehrlichkeiten
des Sandsteinabbaus etwas entgegenzusetzen.
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Die Ortsgruppe
Südost des Bundes Naturschutz hat daher unter Federführung von
ihrem Sprecher Günther Ziehr einen Antrag zum Naturschutzgebiet
vorbereitet. Dieser wurde nun vom BN-Landesverband bei der Regierung von
Mittelfranken eingereicht.
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Nun hoffen die BN-Akteure, dass bald eine detaillierte Schutzgebietsverordnung
diese einzigartige Naturlandschaft bewahren hilft.
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Bildunterschrift: Wildromantisches Wanderziel ist das Wernloch bei Wendelstein
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Bildunterschrift: Der aktuelle Steinbruch ist die einzige Heimat der Gelbbauchunke
im Nürnberger Stadtgebiet. BN-Mitglied Josef Büchl kümmert sich
hier seit vielen Jahren um die letzten Laichtümpel.
Fotos: W. Dötsch
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Wolfgang Dötsch (Diplom-Biologe, Geschäftsführer)
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