Artikel im Mauersegler Nr. 1/2009 
  BN-Intern
 

"Nein zur Nordanbindung"

Der Nürnberger Reichswald, 1984 auf Druck des BN als erster Bannwald in Bayern ausgewiesen, ist bedroht: Im Norden von Nürnberg sollen für eine ca. 2 km lange Straße von der Autobahn zum Regionalflughafen auf 39 Hektar Wald die Bäume fallen – so wollen es die Flughafen GmbH und die schwarz-rote Gestaltungskoalition im Nürnberger Stadtrat. Bei der Stadt steht auch die Vorstellung dahinter, mit einem weiteren Autobahnanschluss einen neuen Entwicklungskorridor nach Norden zu gewinnen.
Gegen das Vorhaben engagiert sich das lokale Bündnis "Nein zur Nordanbindung" (www.nein-zur-flughafen-nordanbindung.de), das neben anderen Gruppierungen auch die Kreisgruppe Nürnberg des BN umfasst. Viele BN-Aktive arbeiten mit.
Etwas Besonderes: Das Bündnis hat sich dieses Jahr mit einem Themenwagen am Nürnberger Faschingszug beteiligt. Dargestellt waren Oberbürgermeister Dr. Maly und Wirtschaftsreferent Dr. Fleck als fröhliche Holzhackerbuam im Wald, Umweltminister Dr. Söder als Rübezahl und Ministerpräsident a. D. Dr. Beckstein als Maulwurf – von ihm stammt ja die Idee für die Straße durch den Reichswald.
Das dargestellte Thema wurde von den Zuschauern an der Strecke gut verstanden und aufgenommen. Nicht nur Bonbons fanden guten Absatz, sondern auch Handzettel und Aufkleber.
Diese Aktion begleitet die fortdauernde politische und juristische Auseinandersetzung mit dem Straßenbauvorhaben.
Claus Bößenecker

Donaufahrt zu Christi Himmelfahrt

Der BN fordert das Europäische Parlament und die Europäische Kommission sowie die nationalen Parlamente und Regierungen auf:
Stoppen Sie die überzogenen Ausbaupläne, welche die Donau in einen leblosen Kanal verwandeln würden! Für die bayerische Donau zwischen Straubing und Vilshofen kann höchstens ein Ausbau mit flussregulierenden Maßnahmen akzeptiert werden. Damit lässt sich bei Niedrigwasser eine Fahrrinne mit 2,20 m sicherstellen – genug für alle Fahrgastschiffe und die meisten Frachtschiffe.
Verhindern Sie die Errichtung von weiteren Staustufen, da diese Fluss und Aue unwiederbringlich zerstören würden!
Schützen, erhalten und fördern Sie die gesamte Vielfalt und den Reichtum des Lebens in der Donau und ihren Auen!
Entwickeln Sie eine umfassende und nachhaltige Lösung für eine verträgliche Nutzung des Flusses für die verschiedenen Bedürfnisse – nicht nur für die Schifffahrt, sondern auch zum Beispiel für Fischerei, Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz.
Die Schiffe müssen dem Fluss angepasst werden, nicht der Fluss den Schiffen! Wer die Schönheit der Donau erleben möchte, der ist herzlich dazu eingeladen, am Donnerstag, den 21. Mai 2009 (Christi Himmelfahrt) mit an Europas faszinierende Lebensader zu kommen,
Abfahrt: 7.00 Uhr am Parkplatz U-Bahnhof Langwasser-Süd
Rückkehr gegen 22.00 Uhr
Busfahrpreis 12 Euro, zuzüglich 1 Euro Fährgeld
Anmeldung bis zum 10. Mai 2009 bei Claus Bößenecker, Telefon: (0911) 66 20 32