Artikel im Mauersegler Nr. 1/2008 
  Aus den Kinder- und Jugendgruppen
 

Mit Begeisterung und Engagement

Nach 15 erfolgreichen Jahren beenden Elke und Gerhard Huhl aus zeitlichen Gründen die Arbeit mit den Kindergruppen. Seit 1993 begeisterten sie viele Kinder mit malen, Kartoffelfeuern und basteln, sowie Besuchen beim Imker oder beim Schafzüchter. So konnten sie die Kinder mit spannenden Aktionen an die Natur heranführen. Seit 2001 leiteten sie die Gruppen in Zabo, seit 2003 auch in Altenfurt.
Nach wie vor steht die Familie Huhl für interessante, naturverbundene Kindergeburtstage zur Verfügung. Kontakt: Tel.: (0911) 40 56 12
Wir bedanken uns ganz herzlich für den langjährigen Einsatz! Der BN möchte diese erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit auch weiterhin fortführen und sucht engagierte Mitglieder für die Leitung der beiden Gruppen. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann melden Sie sich bitte bei uns. Das BN-Team steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Bildunterschrift: Kindergruppe in Aktion  Foto: Bettina Uteschil
Günther Raß (1. Vorsitzender)

Fledermausplakette für die "Nature Rangers"

Am 19. Dezember letzten Jahres wurde den "Nature Rangers", einer Jugendgruppe des Bundes Naturschutz die Plakette "Fledermäuse Willkommen" verliehen. Die Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren hatten in Krottenbach, nahe Nürnberg, einen verschütteten Fledermauskeller freigeschaufelt. In Kooperation mit der Stadt Nürnberg sollte dann eine neue Türe mit Einflugloch eingesetzt werden.
Es begann alles im August 2007 bei extrem trockenem und heißem Wetter: Die 15 "Ranger" und die Gruppenleitungen Ingrid Faber und Wolfgang Dötsch trafen sich morgens vor dem verschütteten Keller. Für das Ausgraben waren eigentlich drei Stunden eingeplant, es wurden aber allein an diesem Tag über sechs Stunden Arbeit bei sengender Hitze und – im wahrsten Sinne des Wortes – pickelhartem Boden.
Zwei Monate später: Durch den regnerischen Herbst war neue Erde nachgerutscht und die Jugendlichen mussten wieder graben. An diesem Samstag – wie es das Schicksal so wollte – bei strömendem Regen. Allerdings war das nicht das einzige Problem: Der Türstock des Kellers war auseinander gebrochen und drohte einzustürzen. Die Sparkasse Nürnberg unterstützte dankenswerter Weise die Jugendlichen indem sie sich bereiterklärte, einen Teil der Kosten für den Bau eines neuen Türstocks zu übernehmen. Für den Rest muss noch ein Sponsor gefunden werden. Dann kann dort bald eine neue Türe eingesetzt werden und der Keller bietet Fledermäusen – besonders dem Braunen Langohr – ein sicheres Winterquartier.
Der Keller wurde schon 1933 als Luftschutzkeller gebaut und danach als Kartoffelkeller genutzt. Seit einigen Jahren diente er unter der Verwaltung der Stadt Nürnberg als Überwinterungsmöglichkeit für Fledermäuse, bis er durch einen Erdrutsch fast vollständig verschüttet wurde. Er soll mit der neuen Türe wieder als Quartier dienen.
Das Braune Langohr (Plecotus auritus) ist eine relativ seltene Fledermausart. Ohne diese Keller würden die 5 bis 10 Gramm schweren Tiere einfach erfrieren. Wie der Name schon vermuten lässt, erkennt man das Braune Langohr daran, das es überdimensional große Ohren hat, die es sogar einklappen kann.
Es wird zwar noch "etwas" Arbeit nötig sein, aber bis zum nächsten Winter können sich hier wieder Fledermäuse einnisten.
Bildunterschrift: Fleißige Helfer "Nature Rangers"
Bildunterschrift: Höhleneingang  Fotos: I. Faber
Christoph Wiedmer (Mitglied der Jugendgruppe Nature Rangers)