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Die Honigbiene gibt es nachweislich seit mehr als 60 Millionen Jahren. In
dieser langen Zeit haben sich Blütenpflanzen und Honigbiene aufeinander
eingestellt, so dass keiner ohne den anderen überleben könnte.
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Die Pflanze lockt mit duftendem Nektar die Honigbiene an. Während die
Honigbiene versucht, den süßen Nektar zu saugen, gibt die Pflanze
diesem Insekt ihren Blütenstaub an ganz typischen Stellen mit. Die eine
Pflanze klatscht ihre Staubgefäße auf den Rücken der Biene, wie
es der Wiesensalbei macht, eine andere "spritzt" ihr den Blütenstaub in die
Augen, wieder andere reiben ihn auf die Bauchseite der Biene. Da die Biene
"blütenstet" ist die Bienen eines Bienenvolkes befliegen z. B.
an einem Tag nur die Apfelblüten in der Umgebung wird der
Blütenstaub zu einer älteren Blüte an einem anderen Baum
getragen. Dort ist der Griffel reif, der von der speziellen Stelle der Biene den
Blütenstaub wieder abnimmt, beim Wiesensalbei z. B. vom Rücken.
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Dieses Weitertragen des Blütenstaubes ist die eigentliche zentrale
ökologische Bedeutung der Honigbiene. Mehr als 80 % aller
Blütenpflanzen haben sich auf diesen Vorgang eingestellt und sind damit auf
den "Transporteur" Honigbiene angewiesen.
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Diese Aufgabe ist von anderen Insekten in dieser Größenordnung nicht
zu übernehmen. Dafür hat die Evolution gesorgt.
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Was passiert mit den Bienen im Winter?
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Die Honigbiene überwintert in ihrer "Bienenwohnung" in einer "Traube", wie
sie die Imker nennen, vergleichbar mit einer Herde von Tieren, die sich ganz eng
zusammenstellen. In dieser Traube haben die Bienen auch bei stärkstem Frost
etwa 25 °C. Sie sind im Winter also lebendig, anders als nahezu alle
anderen Insekten. Bereits Anfang Februar beginnt die Bienenkönigin in
dieser Traube mit der Eiablage, also lange vor den ersten
Frühlingsblüten. Doch wenn sie im März und April erblühen,
stehen diesen Millionen Blüten bereits tausende von neuen Bienen als
Transporteur des Blütenstaubes zur Verfügung. Die Biene ist also der
Natur um mehrere Wochen voraus. Anders die meisten anderen Insekten, die, als
Einzeltiere überwinternd, sich erst mit der Natur entwickeln.
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Ein Einführungskurs in die Imkerei als Hobby findet am 27. April 2008 am
Lehrbienenstand des Zeidlervereins statt. Weitere Termine werden bei Bedarf mit
den Teilnehmern abgesprochen. Eine Voranmeldung ist beim Vorsitzenden Herr Mages
unter (0911) 83 08 62 oder über die Homepage des
Zeidlervereins erwünscht.
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Wer sich begeistern lassen will vom "Phänomen Honigbiene", dem ist das
gleichnamige Buch von Prof. Jürgen Tautz und Bildern von Helga R. Heilmann,
Elsevier, GmbH, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg empfohlen.
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Bildunterschrift: Bienenstand im Winter
Foto: F. Mages
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Franz Mages (Vorsitzender des Zeidlervereins für Nürnberg
und Umgegend Nürnberg e.V.)
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