Alternativen zum klimaschädlichen Flugverkehr
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Zu Beginn der Urlaubssaison werden wir wieder mit Lockvogelangeboten der
Billigfluggesellschaften in Versuchung geführt. Für 19 Euro nach
London, Madrid oder Mallorca wer kann da noch widerstehen? Dabei ist
Fliegen die umweltschädlichste Fortbewegungsart: Ein Flug nach Teneriffa
und zurück ist so klimaschädlich wie ein Jahr Autofahren. Außer
Kohlendioxid werden die ebenfalls klimaschädlichen Stoffe Stickoxide,
Wasserdampf und Rußpartikel in die besonders sensiblen Schichten der
Atmosphäre, Troposphäre und Stratosphäre, ausgestoßen.
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Die Abgase sind in diesen Flughöhen etwa dreimal so klimaschädlich wie
vergleichbare Emissionen am Boden. Die überlebenswichtige Ozonschicht wird
dadurch geschädigt. Der Anteil des Flugverkehrs am Treibhauseffekt liegt
nach aktuellen Schätzungen bei zehn Prozent. Bis 2020 wird eine Verdoppelung
dieses Anteils prognostiziert. Trotzdem wird der Klimakiller Flugverkehr durch
die Mehrwertsteuerbefreiung für grenzüberschreitende Flüge sowie
die Kerosinsteuerbefreiung staatlich subventioniert. Auf diese Weise entgehen
dem Bund pro Jahr über drei Milliarden Euro an Steuern. Die
Fluggesellschaften, v. a. die Billig-Airlines, profitieren davon und die
umweltfreundliche Bahn wird dadurch massiv im Wettbewerb benachteiligt. Mit 65
ct Steuerbelastung je Liter Kerosin würden sich die Kosten eines Hin- und
Rückfluges von München nach Hamburg um 39 Euro erhöhen und die
aktuellen Dumpingpreise wären nicht mehr möglich.
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Zu den klimatischen Auswirkungen des Fliegens kommen noch der
Flächenverbrauch (z. B. die noch immer drohende Nordanbindung durch
den Nürnberger Reichswald oder die 3. Startbahn am Flughafen München)
sowie die Lärmbelastung (30 Prozent der bayerischen Haushalte leiden unter
Fluglärm!).
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Ungefähr die Hälfte aller Flüge ist kürzer als 500 km
und könnte problemlos auf die Schiene verlagert werden.
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Die Forderungen des BN lauten daher:
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Umstieg auf die Schiene bei Kurzstrecken
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Subventionsstopp
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Mineralölsteuer für Kerosin
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Nachtflugverbot von 22.00 bis 7.00 Uhr
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Keine Flughafenerweiterungen und keine weiteren Regionalflughäfen
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Für den Einzelnen heißt das: Das Reiseziel kritisch auswählen,
Urlaubsalternativen in Bayern, Deutschland und Europa prüfen. Hier bietet
sich die Zuganreise (evtl. kombiniert mit Fähren) an Stichwort
"sanfter Tourismus". Bei Geschäftsreisen sind Telefon- oder
Videokonferenzen oft eine Alternative. Als Verbraucher sollte man auf regionale
Produkte zurückgreifen, um den Luftfrachtverkehr zu reduzieren.
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Weitere Links zu diesem Thema:
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| www.atmosfair.de
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| www.service.bund-naturschutz.de
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| www.forumandersreisen.de
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| www.vertraeglich-reisen.de
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| www.fairkehr.de
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| www.nachtzugreise.de
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| www.renatour.de
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Gerhard Hösl (Arbeitskreis Verkehr)
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