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Die Kornrade (Agrostemma githago) gehört zu den Nelkengewächsen und stammt
ursprünglich wohl aus Vorderasien und der östlichen Ägäis. Sie ist Teil der so
genannten Ackerbegleitflora (wie Kornblume und Klatschmohn) und heute fast ausgestorben.
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Früher war sie gerade im Wintergetreide sehr häufig, da sie als einjährige Pflanze noch
im Herbst keimt und auch zur gleichen Zeit wie das Getreide zur Samenreife kommt. Als das Getreide
noch nicht so gut gereinigt wurde, wurde sie jedes Jahr mit ausgesät. Allerdings enthielt sie
Giftstoffe und im Mittelalter schrieb man ihr die zahlreichen Vergiftungen durch Brot zu, zu dem man
das schlecht gereinigte Getreide verwendete. Heute nimmt man jedoch an, dass dafür wohl mehr das
Mutterkorn, ein giftiger Pilz auf dem Getreide, verantwortlich war. Damals nannte man sie deshalb
Höllenkorn. Durch die Reinigung des Getreides ist sie heute fast verschwunden.
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Nun soll also das Verhältnis zwischen Mensch und Kornrade wieder verbessert werden. Ihre Chancen
stehen nicht so schlecht: Sie ist mit zwei Zentimeter großen rosa Blütenblättern auf
einem bis zu einen Meter hohen Stängel eine echte Schönheit, kulturverträglich – und
man hat entdeckt, dass ihre Gesellschaft anderen Ackerpflanzen gut tut, denn sie überträgt
keine Krankheiten, da sie mit anderen Nutzpflanzen nicht verwandt ist und wirkt mit ihrem Gift gegen
Ackerschädlinge.
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Kontakt: Tanja Meindl, Tel. (09122) 93 24 54
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Die Kornrade (Foto: dpa)
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